Aumühle, Oberursel, 2014-2020

Ort: Oberursel, Deutschland
Auftragsart: Direktbeauftragung Bauherrschaft: Privater Bauherr
Größe: 3.500 m2 BGF
Planung: 2014-2017
Kosten: 4.300.000 € (netto KG 300 und 400)

Die Aumühle in Oberursel befindet sich seit Generationen in Familienbesitz. Die Wassermühle aus dem 15. Jahrhundert wurde in den 1950er und 1960er Jahren in mehreren Abschnitten um Gewerbehallen und einen Bürobau erweitert. Das Gebäudeensemble wurde — inmitten des dichten Baumbestands der umgebenden Villengärten — bis 2017 zur thermoplastischen Kunststoffverarbeitung genutzt. Wasser aus dem Mühlgraben diente zur Maschinenkühlung.

Beim Umbau zum Familien- und altersgerechtem Gemeinschaftswohnen konnten fünf der sieben Bauabschnitte erhalten und ihrem Charakter entsprechend umgenutzt werden. Der Bestand wurde um einen Neubau ergänzt, der über dem unteridischen Bachlauf gegründet wurde und die barrierefreie Erschließung mit Aufzug und neuem Treppenhaus aufnimmt. Der historische Haupteingang der Mühle wurde durch den Abriss des Bürobaus freigelegt und im Innenraum mit dem Wasserhaus zusammengelegt. Der Eintretende betritt das Gebäude nun und befindet sich auf einer Brücke über dem Mühlgraben. Gegenüber stürzt der Mühlbach hinab und an der Decke hängen noch die Transmissionen und Schwungräder, die einst die Maschinen antrieben.

Die Obergeschosse der Mühle dienen dem altersgerechten Wohnen. Historische Türen wurden wiederverwendet. Das steile Wendeltreppenhaus war für das Altenwohnen untauglich und wurde zum Parkett umgearbeitet. Die Dachkonstruktion der Mühle wurde vollständig erneuert. Dank Brettstapelbauweise entstand ein großer stützen- und pfettenfreier Dachraum unter dem sich Wohn-, Ess- und Küchenbereich auf drei Ebenen erstrecken. In den Gewerbehallen sind großzügige, loftartige Wohnungen mit industriellem Charakter entstanden. Die geborgenen Bürotrennwandsysteme aus den 50er Jahren konnten dort Wiederverwendung finden. Ergänzt wurden die Gebäude durch Balkone aus rauem Sichtbeton und einer als Holzständerbau ausgeführten Aufstockung der Gewerbehallen.

 

Kupke und Lambeck Architekten mit Urbanlogic
Team: Laura Gärtner, Christian Junge, Lisa Kahl, Thomas Kupke, Paul Lambeck, Evgenija Mitin
Tragwerksplanung: IGB Ingenieurgruppe Bauen
Technische Gebäude Ausstattung: Freiplan Ingenieure
Bauphysik: BFB Horschler Kosten: BCO Architekten
Brandschutz: HZB Brandschutz Prüfgesellschaft mbH
Boden- und Schadstoffgutachten: Dr. Hug Geoconsult GmbH
Schallschutzgutachten: Schalltechnisches Büro Pfeiffer + Schällig GbR
Bauleitung und Ausführung: GHP Architekten
Artenschutz: Planungsbüro Gall
Vermessung: Bugglin Ingenieure GmbH / Wittig und Kirchner
Mieter: Gemeinschafliches Wohnen in der Aumühle e.V.

Erdgeschoss mit Aussenanlagen und Bachlauf
Dachgeschoss der denkmalgeschützten Mühle

Aumühle, Oberursel, 2017-2020

Ort: Oberursel, Deutschland
Bauherrschaft: Privater Bauherr
Größe: 3.500 m2 BGF
Planung: 2014-2017
Fertigstellung: März 2020
Kosten: 4.300.000 € (netto KG 300 und 400)

Die Aumühle in Oberursel befindet sich seit Generationen in Familienbesitz. Die Wassermühle aus dem 15. Jahrhundert wurde in den 1950er und 1960er Jahren in mehreren Abschnitten um Gewerbehallen und einen Bürobau erweitert. Das Gebäudeensemble wurde — inmitten des dichten Baumbestands der umgebenden Villengärten — bis 2016 zur thermoplastischen Kunststoffverarbeitung genutzt. Wasser aus dem Mühlgraben diente zur Maschinenkühlung.

Beim Umbau zum Familien- und altersgerechtem Gemeinschaftswohnen konnten fünf der sieben Bauabschnitte erhalten und ihrem Charakter entsprechend umgenutzt werden. Der Bestand wurde um einen Neubau ergänzt, der über dem unteridischen Bachlauf gegründet wurde und die barrierefreie Erschließung mit Aufzug und neuem Treppenhaus aufnimmt. Der historische Haupteingang der Mühle wurde durch den Abriss des Bürobaus freigelegt und im Innenraum mit dem Wasserhaus zusammengelegt. Der Eintretende betritt das Gebäude nun und befindet sich auf einer Brücke über dem Mühlgraben. Gegenüber stürzt der Mühlbach hinab und an der Decke hängen noch die Transmissionen und Schwungräder, die einst die Maschinen antrieben.

Die Obergeschosse der Mühle dienen dem altersgerechten Wohnen. Historische Türen wurden wiederverwendet. Das steile Wendeltreppenhaus war für das Altenwohnen untauglich und wurde zum Parkett umgearbeitet. Die Dachkonstruktion der Mühle wurde vollständig erneuert. Dank Brettstapelbauweise entstand ein großer stützen- und pfettenfreier Dachraum unter dem sich Wohn-, Ess- und Küchenbereich auf drei Ebenen erstrecken. In den Gewerbehallen sind großzügige, loftartige Wohnungen mit industriellem Charakter entstanden. Die geborgenen Bürotrennwandsysteme aus den 50er Jahren konnten dort Wiederverwendung finden. Ergänzt wurden die Gebäude durch Balkone aus rauem Sichtbeton und einer als Holzständerbau ausgeführten Aufstockung der Gewerbehallen.

Kupke und Lambeck Architekten mit Urbanlogic
Team: Laura Gärtner, Christian Junge, Lisa Kahl, Thomas Kupke, Paul Lambeck, Evgenija Mitin

Erdgeschoss mit Aussenanlagen und Bachlauf
Dachgeschoss der denkmalgeschützten Mühle